Über HIV

HIV (Human Immune Deficiency Virus=menschliches Immundefekt Virus) ist eine Virus-Infektion, die über Blut und andere Körperflüssigkeiten wie Sperma und Vaginalsekret übertragen werden kann.

Die weitaus meisten Neu-Infektionen mit HIV in Deutschland gibt es durch (ungeschützten) Sex. Ein hohes Risiko besteht bei injizierendem Drogenkonsum, wenn hierbei gebrauchte Spritzen und Nadeln geteilt werden. Ebenfalls riskant können nicht steril durchgeführte Tattoos und Piercings sowie alle anderen Situationen sein, bei denen es zu einem direkten Blut zu Blut-Kontakt kommt.

Im Körper befällt das HI-Virus bestimmte Immunzellen. Wird die HIV-Infektion nicht behandelt, kann es langfristig zu einer Schwächung des Immunsystems mit verschiedenen Folge-Erkrankungen kommen. Glücklicherweise gibt es heute für HIV ausgezeichnete Behandlungsmöglichkeiten.

HIV ist zwar (bislang) nicht heilbar, doch sind die modernen Medikamente so gut, dass die Lebenserwartung und Lebensqualität durch eine HIV-Infektion nicht wesentlich beeinträchtigt werden muss. Testungen nach Risiko-Situationen oder regelmäßige Testungen ermöglichen nicht nur, bei einer Infektion rechtzeitig mit der Behandlung beginnen zu können, sondern tragen auch dazu bei, bei einer Infektion durch sorgfältigen und bewussten Umgang mit Blut und Körperflüssigkeiten Andere zu schützen.

Mehr Informationen gibt es u.a. bei der Deutschen Aidshilfe.

 

Testung auf HIV

Nach einer Infektion mit HIV bilden sich im menschlichen Körper bestimmte Anti-Körper gegen das HI-Virus. Über den Nachweis dieser Antiköper kann eine HIV-Infektion bestätigt bzw. ausgeschlossen werden.

 

Der HIV-Schnelltest

Mit den von Fixpunkt verwendeten HIV-Schnelltests kann 12 Wochen nach einer Risikosituation mit hoher Sicherheit eine mögliche HIV-Infektion ausgeschlossen werden.

Der HIV-Schnelltest funktioniert mit drei Blutstropfen, die aus der Fingerkuppe abgenommen werden. Nach 30 Minuten ist das Ergebnis des Schnelltests ablesbar und wird unseren Klientinnen und Klienten direkt mitgeteilt.

Ein nicht reagierender Schnelltest bedeutet, dass eine HIV-Infektion ausgeschlossen werden kann, wenn es kein Risiko für eine HIV-Übertragung in den letzten 12 Wochen gegeben hat.

Ein reagierender Schnelltest bedeutet, dass wahrscheinlich eine HIV-Infektion vorliegt. In seltenen Fällen kann es jedoch auch vorkommen, dass ein HIV-Schnelltest reagiert, obwohl keine HIV-Infektion vorliegt. Bei einem reagierenden Schnelltest sollte deswegen immer eine Blutprobe abgenommen und ins Labor geschickt werden, um einen sogenannten Bestätigungstest durchzuführen. Das Ergebnis dieses Bestätigungstests kann nach spätestens 7 Tagen abgeholt werden.

 

 

Der HIV-Labortest

Moderne HIV-Labortests können bereits 6 Wochen nach einer Risiko-Situation eine mögliche Infektion mit hoher Sicherheit ausschließen. Wenn die letzte Risiko-Situation also kürzer als 12 Wochen her ist, kann es sinnvoll sein, statt eines HIV-Schnelltests einen HIV-Labortest zu machen.

Liegt die letzte Risikosituation 12 Wochen oder länger zurück, sind HIV-Schnelltest und Labortests gleichwertig. Mit beiden Tests kann eine HIV-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden.

Für den HIV-Labortest wird eine geringe Menge Blut aus einer Vene abgenommen und ins Labor geschickt. Das Ergebnis muss persönlich bei Fixpunkt abgeholt und kann nicht telefonisch erfragt werden

Bitte beachten: Fixpunkt e.V. bietet ein anonymes Test-Angebot zu HIV. Wir erstellen grundsätzlich keine Bescheinigungen über das Ergebnis eines bei uns durchgeführten HIV-Tests! Wer eine solche Bescheinigung benötigt, sollte einen nicht anonymen HIV-Test bei einem Arzt oder einer Ärztin durchführen lassen.

 

HIV-positiv: Was nun?

 

Dank der medizinischen Fortschritte stehen heutzutage, wie erwähnt, sehr gute Medikamente zur Behandlung der HIV-Infektion bereit. Trotzdem ist für viele Menschen die Information, dass sie sich mit HIV infiziert haben, immer noch ein sehr belastendes Ereignis.

Wird eine HIV-Infektion durch die Mitarbeiter*innen bei Fixpunkt festgestellt, können wir die betroffenen Menschen selbstverständlich sowohl in spezialisierte Arztpraxen als auch zu weiteren Hilfsangeboten etwa im Rahmen der Berliner Aidshilfe weitervermitteln.

 

Ein Projekt der Berliner Testkampagne, gefördert durch die Lottostiftung Berlin und den Paritätischen Landesverband Berlin
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